Exchange Server 2010 – Outlook 2003

Outlook 2003 sollte offiziell eigentlich problemlos mit dem Exchange Server 2010 arbeiten. Dem ist leider nicht ganz so. Dagegen kann man allerdings einige Konfigurationsänderungen vornehmen. Somit wird die Kompatibilität deutlich verbessert und Outlook 2003 arbeitet nahezu perfekt mit dem Exchange Server 2010 zusammen.

RPC-Verschlüsselung (RPC-Encryption)

Nach der Installation des Exchange Server 2010, ist die verschlüsselte Übertragung zwischen Client und Server standardmäßig aktiviert. Outlook 2003 hat diese aber deaktiviert, so dass die Konfiguration auf einer der beiden Seiten angepasst werden muss. Ab Service Pack 1 ist die Verschlüsselung auf Serverseite standardmäßig nicht mehr aktiv.

Server – RPC-Verschlüsselung auf allen Client Access Servern deaktivieren

Get-RpcClientAccess | Set-RpcClientAccess -EncryptionRequired: $false

Client – RPC Encryption aktivieren

Alternativ kann man z.B. per Gruppenrichtlinie die RPC Encryption auf Outlook 2003 aktivieren. Microsoft bietet hier für Office 2003 ein ADM Template an. Dieses ist Teil des Office 2003 Resource Kits. Hier ist der entscheidene Auszug, der direkt als Gruppenrichtlinie verwendet werden kann:

CLASS USER

CATEGORY "Outlook 2003 - Exchange Einstellungen"

POLICY "RPC-Verschlüsselung aktivieren"
KEYNAME "Software\Policies\Microsoft\Office\11.0\Outlook\RPC"
 PART "RPC-Verschluesselung aktivieren" CHECKBOX
   VALUENAME EnableRPCEncryption
   VALUEON NUMERIC 1 DEFCHECKED
   VALUEOFF NUMERIC 0
 END PART
 END POLICY

 POLICY "RPC-Verschlüsselung Modus"
KEYNAME "Software\Policies\Microsoft\Office\11.0\Outlook\Security"
    PART "Definiere den RPC-Verschluesselung Modus" DROPDOWNLIST
            VALUENAME AuthenticationService
    ITEMLIST
            NAME "Kerberos/NTLM Password Verschluesselung"  VALUE NUMERIC 9 DEFAULT
            NAME "Kerberos Password Verschluesselung"       VALUE NUMERIC 16
            NAME "NTLM Password Verschluesselung"           VALUE NUMERIC 10
    END ITEMLIST
            NOSORT
    END PART
    END POLICY

END CATEGORY

UDP Benachrichtigungen

Durch das Rollup Pack 3 Version 3 für SP1 wurde die Unterstützung der UDP Benachrichtigungen wieder hinzugefügt. Bei der Installation des Rollup Pack für SP1 sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass es sich auch wirklich um die dritte Version des Paketes handelt. Das Update wurde vorher wegen kritischen Problemen zwei mal zurückgezogen. Nach der Installation muss die Option noch explizit durch einen Registryeintrag aktiviert werden.

Outlook 2003 fühlt sich so deutlich „runder“ an. Die Verzögerungen sollten der Vergangenheit angehören und wenn viele Aktionen durch den Nutzer getätigt werden, fasst das Feature diese zusammen und senkt damit die Objekte pro Verbindung. Somit ist es nicht mehr zwangsweise nötig, den Cache Modus zu verwenden.

UDP Benachrichtigung aktivieren

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\MSExchangeRPC\ParametersSystem\EnablePushNotifications = DWORD 1

Throttling-Policy

Exchange Server 2010 bietet einen Schutz vor Überlastung durch Clients wie Outlook 2003. Dieser Schutz wird durch die Throttling-Policy angewendet. Diese Policy gibt bestimmte Richtwerte vor und wenn die überschritten werden, kommt es entweder zu Latenzen oder sogar zu einem Verbindungsabbruch.

Throttling-Policy anpassen

Get-throttlingpolicy | set-throttlingpolicy -rcamaxconcurrency32

RPC – Maximum Polling Frequency (Durch UDP-Benachrichtigungen eigentlich nicht mehr nötig)

Wenn das Verschicken von E-Mails sehr lange dauert und auch neue E-Mails mit deutlicher Verzögerung eintreten, kann dem entgegen gewirkt werden. Außerdem kann es sogar sein, dass gelöschte Elemente mit großer Latenz im Ordner verbleiben.

RPC – Maximum Polling Frequenzy erhöhen

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeRPC\ParametersSystem\Maximum Polling Frequency = 10000

Session-Limit – Maximal 32 Objekte pro Session

Die maximalen Objekte pro Verbindung sollten erhöht werden. Sonst kann es passieren, dass z.B. fremde Kalender nicht geöffnet werden können.

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\ParametersSystem\Maximum Allowed Sessions Per User: DWORD = 100

Fremde Kalender öffnen

Es kann zu einer Fehlermeldung kommen, wenn Outlook 2003 auf den Kalender eines Postfaches zugreift, dass auf Exchange Server 2010 liegt. Durch das Säubern der hinzugefügten Kalender und erneutes Einbinden, wird das Problem gelöst. Dieser Befehl macht genau das:

outlook.exe /resetnavpane

Delegaten Postfächer – Fehlermeldung beim Öffnen

Unter Umständen tritt ein Fehler auf, wenn ein Exchange Server 2003-Benutzer versucht, mehr als einen Delegaten Postfach von Exchange Server 2010 in Outlook 2003 zu öffnen. Hierfür hat Microsoft einen Patch veröffentlicht, der auf allen Exchange Server 2003 installiert werden muss.

KB979690

Frei/Gebucht Daten (Free & Busy)

Während der Migration auf Exchange Server 2010 enstehen kurzfristig zwei Administrative Gruppen. Hierdurch kann es zu Problemen bei der Terminplanung kommen, so dass die Free & Busy Daten nur für die jeweilige administrative Gruppe sichtbar sind. Diese Probleme lassen sich beheben, in dem man in den Systemordnern des öffentlichen Ordners den jeweils anderen öffentlichen Ordner Server, zu den Replikaten hinzufügt.

von Manuel M. 19. März 2011 @ 19:41

Exchange Server 2010 – Dateiinhalte volltext indexieren

Exchange Server 2010 kann den Datenbank bzw. Postfach und öffentliche Ordner Inhalt Volltext indexieren. Dies betrifft vor allem Anhänge und abgelegte Dokumente. Um die Unterstützung der indexierbaren Dateitypen zu erweitern, kann man sogenannte IFilter installieren.

Microsoft Office 2010 Filter Pack

Das Office 2010 Filter Pack kann folgende Dateitypen indexieren:

  • Filter für ältere Office-Versionen (97-2003; .doc, .ppt, .xls)
  • Filter für Metro-Office (2007; .docx, .pptx, .xlsx)
  • Zip-Filter
  • OneNote-Filter
  • Visio-Filter
  • Publisher-Filter
  • Filter für Open Document-Format

Installation des Office 2010 Filter Packs

Die Installation erfolgt durch Ausführen des Installers. Weitere Konfiguration muss nicht vorgenommen werden.

Adobe PDF iFilter 9 for 64-bit

Das iFilter Pack von Adobe umfasst folgende Dateitypen:

  • Filter für PDF-Dokumente

Installation des Adobe PDF iFilters

Im Gegensatz zu den Microsoft Office 2010 Filter Pack muss der PDF iFilter allerdings manuell für Exchange registriert werden. Dies erfolgt in mehreren Schritten, und muss auf jedem Hub Transport- und Mailbox-Server durchgeführt werden.

  • Installation auf den jeweiligen Exchange Servern
  • Installationspfad (C:\Program Files\Adobe\Adobe PDF iFilter 9 for 64-bit platforms\bin) als Pfad Variable im System definieren

Registry-Einstellungen vornemen:

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\ExchangeServer\v14\MSSearch\CLSID\{E8978DA6-047F-4E3D-9C78-CDBE46041603}]
@="PDFFilter.dll"
"ThreadingModel"="Both"
"Flags"=dword:00000001
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\ExchangeServer\v14\MSSearch\Filters\.pdf]
@="{E8978DA6-047F-4E3D-9C78-CDBE46041603}"

Damit die Änderungen aktiv werden, empfiehlt es sich den jeweiligen Server neuzustarten. Sollte die Installation der iFilter nach dem Verschieben der ersten Postfächer oder Öffentliche Ordner durchgeführt worden sein, muss der Search Index neu erstellt werden, um bereits indexierte Daten erneut zu erfassen. Dazu liefert Microsoft mit der Installation des Exchange Server 2010 ein Script, dass sich im Installationsordner\Scripts befindet.

ResetSearchIndex.ps1 -force -all
von Manuel M. 18. März 2011 @ 19:24

Exchange Server 2010 – Outlook WebApp – Abgelaufende Passwörter ändern

Exchange Server 2010 mit SP1 bringt ein neues Feature mit: Abgelaufene Passwörter können über das Outlook WebApp geändert werden! Das gilt auch für die Benutzer, die ihr Passwort bei der nächsten Anmeldung ändern müssen.

Funktion aktivieren

Wenn man ein CAS Array benutzt, müssen die Schritte auf jeden CAS Server ausgeführt werden!

1. Regedit starten und zu folgendem Key navigieren:

HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\MSExchange OWA\

Neues DWord (32-bit) erstellen mit dem Namen „ChangeExpiredPasswordEnabled“ und dem Wert „1“.

2. Damit die Änderung aktiv wird, muss der IIS restartet werden:

IISReset /noforce
von Manuel M. 15. März 2011 @ 19:22

Exchange Server 2010 – Outlook WebApp – Web Beacons blockieren

Was sind Web Beacons?

Web Beacons sind Grafiken die meist transparent und nur 1×1 Pixel groß sind. Diese kann man z.B. an eine E-Mail hängen. Versender von Spam können (sofern der Mail-Client des Empfängers eine entsprechende Sicherheitslücke aufweist) durch Einbau eines Zählpixels in die E-Mail ermitteln:

  • ob eine E-Mail-Adresse gültig ist,
  • ob und wann die E-Mail geöffnet wurde,
  • welchen Browser und welches Betriebssystem der Empfänger verwendet
  • welche IP-Adresse der Empfänger hat; damit seinen Internetdienstanbieter und mithilfe von Geotargeting möglicherweise sogar seinen Wohnort.

Web Beacons deaktivieren

Es gibt eine Schutzfunktion die diese Art von Grafiken blockiert. Diese ist per default aber nicht aktiviert und das kann man wie folgt ändern:

Get-OWAVirtualDirectory | Set-OWAVirtualDirectory –FilterWebBeaconsAndHtmlForms ForceFilter
von Manuel M. 14. März 2011 @ 19:16

PowerShell – Tutorial

Betriebssysteme mit und ohne PowerShell

Ohne PowerShell (kann nach installiert werden)

  • Windows XP
  • Windows Server 2003 & R2
  • Windows Server 2008
  • Windows Vista

Mit PowerShell

  • Windows Vista SP1 – PowerShell 1
  • Windows 7 – PowerShell 2
  • Windows Server 2008 R2 – PowerShell 2

PowerShell Umgebung vorbereiten

Ausführung von lokalen Scripts zulassen

Set-ExecutionPolicy remotesigned

PowerShell durch Community Extensions erweitern

Man kann die PowerShell durch Extensions erweitern und hat damit mehr Commandlests, Funktionen und Aliase zur Verfügung. Ein Erweiterung mit den unter anderem hier beschrieben Commandlets, nennt sich PSCX. Die Installation von Extensions anhand des Beispiels PSCX:

Den Ordner an folgende Stelle Kopieren: %USERPROFILE%\Documents\WindowsPowerShell\Modules\ und dann folgendes cmdlet ausführen:

Import-Modules PSCX

Power Shell ISE

Die Integrated Scripting Enviroment (ISE) ist ein einfacher Scripteditor, der mit PowerShell 2.0 mitgeliefert wird. Diese kann man aus dem Startmenu oder mit dem Befehl „ise“ starten.

Vergleichsoperatoren

Vergleich Vergleich o. Groß/Kleinschreibung Beschreibung
-lt -ilt Kleiner
-le -ile Kleiner oder gleich
-gt -igt Größer
-ge -ige Größer oder gleich
-eq -ieq Gleich
-ne -ine Ungleich
-like -ilike Ähnlichkeit zwischen Zeichenketten
-notlike -inotlike Keine Ähnlichkeit zwischen Zeichenketten
-match Vergleich mit regulärem Ausdruck
-nomatch Stimmt nicht mit regulärem Ausdruck überein
-is Typvergleich

Logische Operatoren

Logischer Operator Beschreibung
-not oder ! Nicht
-and Und
-or Oder

Power Shell verwenden

Mögliche Befehle und Hilfe

Alle installierten Commandlets ausgeben lassen:

Get-Command

Hilfe zu einem Commandlet anzeigen lassen, in diesem Fall Get-Process:

Get-Help Get-Process

Hilfe zu Parametern eines Commandlets anzeigen lassen:

Get-Help Get-Process -parameter ""

Objektorientiertes Piplining

Wie auch in der Unix-Shell oder der Windows-Console, wird für die Pipeline | verwendet.

Alle Datensätze deren id kleiner als 5 ist:

| Where-Object { $_.id -lt 5 }

Von allen Datensätzen nur die Felder Name und id ausgeben:

| Select-Object Name, id

Alle Datensätze nach dem Feld Name sortieren:

| Sort-Object Name

Alle Datensätze nach dem Feld Name gruppieren:

| Group-Object Name

Alle Datensätze in einer Tabelle formatueren:

| Format-Table

Alle Datensätze in die Datei export.txt exportieren:

| Out-File export.txt

Alle Datensätze in eine dynamische Tabelle exportieren:

| Out-GridView

Für jedes Objekt:

| Foreach-Object

Alternativ zum einfache weiterleiten innerhalb der Pipe, kann man das Ergebnis auch zwischenspeichern.

Praktische Beispiele der Anwendung

Alle Objekte der Klasse Benutzer werden in die Datei C:\user.txt geschrieben:

Get-ADObject -dis "LDAP://server/dc=domain, dc=local" -class user | out-file c:\user.txt

Alle User werden anhand ihres SAMAccountName ausgegeben und nach diesem Sortiert:

Get-ADObject -dis "LDAP://server/dc=domain, dc=local" -class user | Select-Object SAMAccountName | sort SAMAccountName

Alle Opjekte der Klasse Grupe aus dem AD auslesen, deren „Name“ mit „SG – “ anfangen und nach Name sortieren und nur Name anzeigen.

Get-ADObject -dis "LDAP://server/dc=domain, dc=local" -class group | Select-Object Name | where { $_.Name -ilike "SG - " } | sort Name

Alle User anzeigen, die ihr Home Directory auf dem fileserver1 haben:

Get-ADObject -dis "LDAP://server/dc=domain, dc=local" -class user | Select-Object Name, homeDirectory | where { $_.homeDirectory -ilike "\\fileserver1\" }

Alle Prozesse des InterneExplorers beenden:

Get-Process iexplore | Stop-Process

Datum auslesen, formatieren und in $date speichern:

$date = (Get-Date).ToShortDateString()

Objekte der Klasse Dienste, mit dem Status „running“ aulesen, nur den DisplayName anzeigen und zählen:

$services = "Services: " + (Get-Service | where { $_.Status -ieq "running" } | Select-Object DisplayName).Count

Objekte der Klasse Prozesse auslesen, deren handles > 0 ist und nur den Namen anzeigen und zählen:

$processes = "Prozesse: " + (Get-Process | where { $_.Handles -igt 0 } | Select-Object Name).Count

Dienste mit dem Status „running“ anzeigen und nur den DisplayName ausgeben:

Get-Service | where { $_.Status -ieq "running" } | Select-Object DisplayName

Prozesse mit dem ProcessName „winlogon“ auslesen und den ProcessName im GridView ausgeben:

Get-Process | where { $_.ProcessName -ieq "winlogon" } | Select-Object ProcessName | Out-GridView

Für jedes Objekt der Klasse Prozesse nach Format-List konvertieren:

Get-Process | ForEach-Object { $_.ProcessName } | Format-List

Prozesse auslesen und nach namen selektieren und gruppieren:

Get-Process | Select-Object name | group name

Alle Unterobjekte von C:\Windows die mit „s“ anfangen und nur die ersten 5 davon ausgeben:

Get-ChildItem C:\Windows\ | Where-Object { $_.Name -ilike "s" } | Select-Object -first 5
von Manuel M. 12. März 2011 @ 00:13

Exchange Server 2010 – Blackberry Enterprise Server – Konfiguration

Exchange Server 2010

Rechte für BESAdmin einrichten

Damit der Blackberry Enterprise Server Daten von den jeweiligen Benutzern abrufen kann und das „Senden Als“ Recht erhält, müssen mehrere Einstellungen getätigt werden.

Mit diesem Befehl bekommt der BESAdmin Leseberechtigungen:

Add-RoleGroupMember "View-Only Organization Management" -Member "BESAdmin"

Mit diesem Befehl wird die Verwendung von EWS berechtigt:

New-ManagementRoleAssignment -Name "BES Admin EWS" -Role:ApplicationImpersonation -User besadmin

Folgender Befehl muss für jede Datenbank angewendet werden. Alternativ kann auch der Parameter -identity entfernt werden, dann werden alle Datenbanken angepasst. Bereits angepasste Datenbanken generieren eine Warnung, dass keien Einstellungen verändert wurden.

Get-MailboxDatabase -identity "Datenbank 1" | Add-ADPermission -User "BESAdmin" -AccessRights  ExtendedRight -ExtendedRights Receive-As, ms-Exch-Store-Admin

Eigene Throttling-Policy für BESAdmin erstellen

Da der Blackberry Enterprise Server als Client über ein MAPI-Profil mit dem Exchange Server kommuniziert, ist das Datenaufkommen für einen einzelnen Client natürlich außergewöhnlich hoch. Der Exchange Server 2010 bringt eine Policy mit, die genau sowas kontrollieren bzw. beschränken soll. Damit nicht alle Clients die erhöhten Werte benutzen können, empfiehlt es sich eine eigene Policy für den BESAdmin anzulegen. Diese Policy muss angepasst werden, sonst wird der Blackberry Enterprise Server irgendwann blockiert.

New-ThrottlingPolicy BESPolicy

Die neue Policy muss für den Blackberry Enterprise Server optimiert konfiguriert werden.

Set-ThrottlingPolicy BESPolicy -RCAMaxConcurrency $null -RCAPercentTimeInAD $null -RCAPercentTimeInCAS $null -RCAPercentTimeInMailboxRPC $null -EWSMaxConcurrency $null -EWSPercentTimeInAD $null -EWSPercentTimeInCAS $null -EWSPercentTimeInMailboxRPC $null -EWSMaxSubscriptions $null -EWSFastSearchTimeoutInSeconds $null -EWSFindCountLimit $null

Nun muss die neue Policy nur noch dem BESAdmin zugeordnet werden.

Set-Mailbox “BESAdmin” -ThrottlingPolicy BESPolicy

Adressbuch – Maximale Anzahl der Verbindungen erhöhen (Exchange Server 2010 ohne SP1)

Der Blackberry Enterprise Server fragt regelmäßig das Adressbuch ab. Der Exchange Server lässt standardmäßig nur 50 Verbindungen zu. Für den BES sollte man die Anzahl auf 100.000 erhöhen.

  • C:\Program Files\Microsoft\Exchange Server\V14\Bin\microsoft.exchange.addressbook.service.exe.config im Editor öffnen
  • Den Wert „MaxSessionsPerUser“ suchen und auf 100000 erhöhen
  • Adressbuch-Dienst neustarten

Der Exchange Server 2010 mit SP1 regelt diese Einstellungen über die Throttlin-Policy, die bereits dahingehend angepasst wurde.

Blackberry Enterprise Server

MAPI-Profil

Das MAPI-Profil für den BESAdmin muss ggf. auf Verschlüsselung konfiguriert werden, falls diese beim Exchange Server aktiviert ist.

Verbindung zu einem Postfach über das BESAdmin MAPI-Profil testen

Durch die Installation des BES wird im Installationsverzeichnis ein Ordner mit nützlichen Scripts angelegt. Darin befindet sich auch folgendes Kommandozeilen-Tool:

C:\Program Files (x86)\Research In Motion\BlackBerry Enterprise Server\Utility>iemtest.exe

Dieses Tool gibt Aufschluss auf die korrekte Funktion. Ist z.B. ein Zugriff auf das jeweilige Postfach wegen fehlenden Rechten nicht möglich, gibt das Tool Aufschluss darauf.

Termineinladungen von extern über Exchange Web Service blockieren

Um externe Termineinladungen über Exchange Web Service auf allen Blackberrys zu deaktivieren, muss man folgendes tun:

Get-Mailbox –Server "servername" -ResultSize Unlimited | Set-CalendarProcessing -ProcessExternalMeetingMessages $true –AutomateProcessing AutoUpdate

BES ohne öffentlichen Ordner auf dem Exchange Server 2010 betreiben

Der Blackberry Enterprise Server setzt einen öffentlichen Ordner auf dem Exchange Server 2010 vorraus. Diese Vorraussetzung kann aber umgegangen werden, in dem man einen Registry Eintrag ändern.

Auf 32 bit Systemen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows Messaging Subsystem\CDO\Ignore No PF = DWORD 1

Auf 64 bit Systemen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\Windows Messaging Subsystem\Ignore No PF = DWORD 1

Optional: WebService (EWS) im BES aktivieren

Der Blackberry Enterprise Server unterstütz die Exchange Web Services. Dieser kann zum Abrufen der Kalenderdaten auf den Blackberrys aktiviert werden.

Einstellungen am Ordner EWS der Standardwebseite anpassen

  • Internetinformationsdienstemanager (IIS) Manager starten
  • Die „Default Web Site“ öffnen und den Ordner „EWS“ mit der rechten Maustaste anklicken und „Berechtigungen bearbeiten“ auswählen
  • Reiter „Sicherheit öffnen“ und den BESAdmin hinzufügen und die Rechte „Lesen, Lesen und Ausführen und Ordnerinhalt auflisten auswählen“
  • In den Authentifizierungseinstellungen die Windowsauthentifizierung aktivieren

Zertifikat des CAS-Server auf dem Blackberry Enterprise Server installieren

  • Auf dem BES folgende Webseite im Internet Explorer aufrufen: https:///ews/Exchange.asmx
  • Bei dem Login-Fenster die Daten vom BESAdmin eingeben
  • Das Zertifikat auswählen und zu den vertrauenswürdigen Zwischenzertifizierungsstellen hinzufügen

EWS auf allenBlackberry Enterprise Servern und darauf laufenden Agenten aktivieren

  • Start -> Ausführen -> CMD
  • cd c:\Pfad zum Installationspfad des BES\tools
TraitTool -global -trait EWSEnable -set true" aufrufen
von Manuel M. 8. März 2011 @ 23:24

Exchange Server 2010 – Online Datenbank-Reparatur

Seit Exchange Server 2010 mit SP1 kann man eine Datenbank, öffentlichen Ordner oder einzelne Postfächer im online auf ihre Integrität testen. Ein Dismount der Datenbank ist für die online Überprüfung nicht nötig.

Unbedingt zu beachten

  • Der Zugriff auf das jeweilige Postfach ist während des Mailbox-Repair-Jobs nicht möglich. Andere Benutzer sind davon nicht betroffen.
  • Max. ein aktiver Datenbank-Repair-Job pro Server
  • Max. 10 aktive Mailbox-Repair-Jobs pro Datenbank
  • Ein Repair-Job kann nur durch einen dismount der Datenbank abgebrochen werden

Postfach überprüfen

Die Paramter SearchFolder, AggregateCounts, ProvisionedFolder, FolderView definieren die möglichen Fehlerquellen. In einem öffentlichen Ordner ohne Such-Ordner, kann man den Parameter „SearchFolder“ weglassen, dementsprechen schneller geht die online Überprüfung.

New-MailboxRepairRequest -Mailbox "vorname.nachname@domain.de"  -CorruptionType SearchFolder, AggregateCounts, ProvisionedFolder,  FolderView

Datenbank überprüfen

Mit folgendem Befehl kann man eine Datenbank überprüfen:

New-MailboxRepairRequest -Database "Berlin I - Datenbank I" -CorruptionType SearchFolder, AggregateCounts, ProvisionedFolder, FolderView 

Öffentliche Ordner überprüfen

Der Parameter -DetectOnly bewirkt das keine Fehler behoben werden. Diese werden nur aufgezeigt.

New-PublicFolderDatabaseRepairRequest -Database "Berlin I - IS I" -CorruptionType ReplState -DetectOnly
von Manuel M. 5. März 2011 @ 22:06

Exchange Server 2010 – Import & Export

In Exchange Server 2010 ist es möglich Postfächer zu Importieren/Exportieren. Damit das überhaupt möglich ist, müssen Berechtigungen angepasst werden. Dies kann über Benutzer oder Gruppen geschehen.

Berechtigungen

Recht für Benutzer hinzufügen

Dem Benutzer „vorname.nachname“ dieses Recht erteilen:

New-ManagementRoleAssignment –Role “Mailbox Import Export” –User “vorname.nachname”

Recht für Gruppe hinzufügen

Der Gruppe „Sicherheitsgruppe“ dieses Recht erteilen:

New-ManagementRoleAssignment –Role “Mailbox Import Export” –Group “Sicherheitsgruppe”

Es können nur UNC Ziele angegeben werden. Diese müssen für die Gruppe „Exchange Trusted Subsystem“ freigegeben sein.

Export

Das Postfach des Benutzers „vorname.nachname@domain.de“ nach „\\Computer\Export\vorname.nachname.pst“ exportieren:

New-MailboxExportRequest -Mailbox "vorname.nachname@domain.de" -FilePath "\\Computer\Export\vorname.nachname.pst"

Das Online-Archiv des Benutzers „vorname.nachname@domain.de“ nach „\\Computer\Export\vorname.nachname.pst“ exportieren:

New-MailboxExportRequest -Mailbox "vorname.nachname@domain.de" –IsArchive -FilePath "\\Computer\Export\vorname.nachname.pst"

Import

Die Datei „\\Computer\Import\vorname.nachname.pst“ in das Postfach des Benutzers „vorname.nachname@domain.de“ importieren:

New-MailboxImportRequest -Mailbox "vorname.nachname@domain.de" -FilePath "\\Computer\Import\vorname.nachname.pst"

Die Datei „\\Computer\Import\vorname.nachname.pst“ in das Online-Archiv des Benutzers „vorname.nachname@domain.de“ importieren:

New-MailboxImportRequest -Mailbox "vorname.nachname@domain.de" -IsArchive -FilePath "\\Computer\Import\vorname.nachname.pst"

Diese Funktion ist besonders Interessant. Wenn Benutzer „vorname.nachname“ bereits ein lokales Archiv in einer PST-Datei pflegt, kann man dieses ohne kompliziertes Verschieben in Outlook, über die PowerShell in ein Online-Archiv importiert werden.

von Manuel M. 3. März 2011 @ 22:01

Exchange Server 2010 – System-Postfächer

Sollte der Fall eintreten, dass die System-Postfächer defekt oder gelöscht wurden, kann man diese regenerieren. Im Detail geht es um folgende Postfächer:

  • FederatedEmail.4c1f4d8b-8179-4148-93bf-00a95fa1e042
  • SystemMailbox.1f05a927-af78-475a-aba4-fc281398eb54
  • SystemMailbox.e0dc1c29-89c3-4034-b678-e6c29d823ed9

Die GUIDs ändern sich je nach Organisation. Um vorhanden System-Postfächer anzuzeigen, kann man folgenden Befehl ausführen:

Get-Mailbox –Arbitration

System-Postfächer – Active Directory Accounts generieren

Die Accounts im Active Directory lassen sich über das Exchange-Setup erneut erstellen. Man muss allerdings die Kommandozeilen-Version des Setups aufrufen. Wenn ein Service Pack installiert ist, muss das Setup des jeweiligen Service Packs ausführen.

setup.com /PrepareAD

Wenn das Setup durchgelaufen ist, findet man die Accounts in der OU “Users”. Diese haben allerdings noch keine Mailbox.

System-Postfächer – Mailbox aktivieren

Jetzt müssen für die eben erstellten Benutzer Postfächer erstellt werden. Wie diese heißen, kann man aus der OU „Users“ ersehen. Wie schon erwähnt, ist die GUID variabel.

Beispiel:

Enable-Mailbox –Arbitration –Identity “FederatedEmail.4c1f4d8b-8179-4148-93bf-00a95fa1e042”
Enable-Mailbox –Arbitration –Identity “SystemMailbox.1f05a927-8668-4003-adad-9b80758e86db”
Enable-Mailbox -Arbitration -Identity “SystemMailbox.e0dc1c29-89c3-4034-b678-e6c29d823ed9”

Jetzt müssen die Anzeigenamen angepasst werden. Die System-Mailboxen haben den Namen “Microsoft Exchange”. Das sind allerdings nur zwei der grade erstellten. Finden kann man diese, weil sie mit der GUID “e0dc1c29” anfangen.

Set-Mailbox –Arbitration –Identity “SystemMailbox.1f05a927-8668-4003-adad-9b80758e86db” –DisplayName “Microsoft Exchange”
Set-Mailbox –Arbitration –Identity “SystemMailbox.e0dc1c29-89c3-4034-b678-e6c29d823ed9” –DisplayName “Microsoft Exchange”

Quota festlegen

Jetzt muss noch die Quota für das “FederatedEmail.4c1f4d8b-8179-4148-93bf-00a95fa1e042” Postfach angepasst werden.

Set-Mailbox –Arbitration –Identity “FederatedEmail.4c1f4d8b-8179-4148-93bf-00a95fa1e042” –ProhibitSendQuota 1MB

Ergebnis kontrollieren

Get-Mailbox –Arbitration
von Manuel M. 1. März 2011 @ 16:10
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